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Schriftzug Geschichtswerkstatt Barmbek in weißen Buchstaben vor einer roten Backsteinmauer

Tafel 10: Stellbergterrain

Der sogenannte Stellberg war eine kleine Erhebung samt Windmühle bei der heutigen Kreuzung Fuhlsbüttlerstraße und Drosselstraße. Nach ihm wurde in den 1890er Jahren die Flache zwischen Fuhlsbüttlerstraße und Steilshooper Straße, Pestalozzistraße und Hellbrookstraße benannt. Schmale Felder erstreckten sich hier in nördlicher Richtung. Einige gehörten noch Bauernfamilien. Nur an der Steilshooper Straße stand schon eine Reihe kleiner Häuser, die der Maurermeister Grupe gebaut hatte (siehe Langer Jammer).
Für die Erschließung als Bauland war diese Streifenstruktur denkbar ungeeignet. Durch ein Zusammenlegen und Neuaufteilen der Grundstücke wäre das zu andern gewesen. Einerseits war die Zeit vorbei, in der Private drauflos planen konnten. Anderseits wurde jetzt der Bebauungsplan für Barmbek vorbereitet, so dass die Umlegung samt Erschließung mit der Stadt ausgehandelt werden konnte. Die Grundeigentümer traten als „Interessenschaft“ auf. Ihr Wunsch wurde der Stadt 1895 ausgerechnet vom Eigentümer des kleinsten Grundstücks vorgetragen, über das aber ohne Eingriff in Bausubstanz die Drosselstraße geführt werden konnte. 1898 wurden die Verträge mit der Stadt geschlossen. Sie betrafen insbesondere die Ver- und Entsorgungsanschlüsse und die Wegpflege.
Nun wurden die Straßen angelegt: Drosselstraße, Stellbergstraße und Schwalbenstraße. Nach und nach wurden die neu zugeschnittenen Grundstücke parzelliert. Da die Kanalisation erst 1904 angelegt wurde, durfte zunächst nur niedrig gebaut werden. Ab 1900 bauten nicht mehr die anfänglichen Grundeigentümer, sondern Bauunternehmer. Sie bauten reihenweise und im gleichen Muster Häuschen, die nach Fertigstellung verkauft wurden. Endeigentümer waren zum Beispiel Handwerksmeister oder Beamte.

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