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Schriftzug Geschichtswerkstatt Barmbek in weißen Buchstaben vor einer roten Backsteinmauer

Tafel 25: Der Eilbek

Die Kanalisierung des Eilbek begann 1854. Nach mehreren Schritten des Weiter- und Breiterbaus wurde sie 1900 mit dem Löschplatz, das heißt Entladeplatz, an der Lortzingstraße (hinter der Von-Essen-Straße) abgeschlossen. Das erste schmale und flache Stück von Wartenau bis Wagnerstraße mussten Insassen des Werk- und Armenhauses (heute Heim Oberaltenallee) ausheben.
Bis zum 2. Weltkrieg befuhren Alsterschiffe den Kanal. Nach dem Krieg wurde etwas von der ehedem verdrängten Natur zurückgeholt. Manche Uferpartien wurden freundlicher und grüner gestaltet. Auf Wandsbeker Seite hieß der Bach, der beim Dorf Siek entspringt, vor 1820 Bek oder Mühlenbek, dann erst Wandse. Wande bedeutet Grenze. An seinem gesamten Lauf trieb er bis zu 8 Mühlen. Die bekannteste war wohl die Kuhmühle, die 1874 abgebrochen wurde.

Seit dem 12./13. Jahrhundert bildete der Bach auch die Grenze zwischen dem Barmbeker und dem Eilbeker Land. Keine sehr trennende Grenze, denn das Hamburger Heiligengeisthospital hatte hier wie dort die Herrschaft erworben. In Eilbek 1247, in Barmbek zwischen vermutlich 1300 und 1365. Für das Dorf Barmbek hatte das Hospital auch die hoheitlichen Rechte erworben. Für die 3 Eilbeker Höfe blieben diese zunächst bei den Schauenburger Grafen. Nachdem das Hospital (personifiziert: die Oberalten) 1830 die Regierungsgewalt über Barmbek verloren, aber ausgedehnten Landbesitz in Eilbek behalten hatte, wurde es 1883 vom Rödingsmarkt an die Richardstraße Nummer 85 verlegt. 1901 zog auch das Marien-Magdalenen-Kloster, in Wahrheit ein Wohnstift, vom Glockengießerwall an die Richardstraße Nummer 77. Beide wurden 1943 ausgebombt und sind seit 1951/52 in Poppenbüttel vereint. Die steinerne Brücke wurde 1900 gebaut, zuletzt 1994 instand gesetzt.

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